Die Online Falle & wie Digital Detox gelingen kann


Virtuelle Realität: Laut einer Studie von NordVPN von August 2021, verbringen wir im Schnitt fast 25 Jahre unseres Lebens online. Das bedeutet: Etwa 1/3 des Lebens oder mehr als zwei Tage jeder Woche werden online verbracht.


So ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass manche Menschen, die in den Online-Sog gezogen werden, Mühe haben, sich dem wieder zu entziehen. Es gibt ja immer etwas, was man online - ob auf dem Handy oder dem PC machen kann: Social Media, Mails, Online-Shopping, Artikel lesen, Kalender führen, Filme streamen, Online Games, Rezepte anschauen und und und...


Manchmal könnte meinen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, auf elektronische Geräte zu verzichten, auch wenn man es sich wünschen würde. Mehr Zeit für Spaziergänge, zum Kochen oder einfach nur, um in der Sonne zu liegen. Man hätte mehr Zeit für ein neues Hobby, zum Beispiel töpfern, tanzen oder endlich mal die Bücher (die aus Papier) zu lesen, die seit Jahren trostlos im Regal liegen. Wobei, eigentlich geht es ja gar nicht darum, komplett auf online zu verzichten. Man kann schon viel Zeit dadurch gewinnen, wenn man gewisse Sachen verändert. Jetzt wollte ich "einfach verändert" schreiben - aber so einfach ist es in der Tat eben nicht. Manche merken auch nicht, wenn sie sich schon zu sehr in diesem Sog befinden.


Da kommt meine eigene Geschichte ins Spiel. Ich habe es nicht gemerkt und musste zuerst einen Burnout bekommen, um es da raus zu schaffen. Ich hatte einen 80% Job, 2 Kinder & Mann und ... zwei Blogs. Ursprünglich hatte ich 2011 angefangen zu schreiben, um meine Schreibangst zu überwinden. Das hat auch wunderbar geklappt. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Zuerst einen Blog, dann, weil es so gut lief, machte ich zusätzlich einen andern zu weiteren Themen auf. Ich hatte Spass, merkte aber eins nicht mehr: Ich arbeitete praktisch von morgens bis abends, auch am Wochenende. Immer am PC oder am Handy. Nebst der obligatorischen Arbeitszeit war ich teilweise noch an vier Events pro Woche, hatte den Esstisch voll mit Paketen (zum Essen war also kaum Platz) und bearbeitete noch zusätzliche 100 Mails pro Woche.


Plötzlich ging es nicht mehr. Ich konnte nicht mehr schreiben. Es dauerte ein paar Monate im 2018 bis ich aus dem Burnout kam. Ich entschied, die Blogs zu schliessen und mich mehr meiner Familie zu widmen. So entdeckte ich das Kochen als mein Hobby. Ein Kochbuch ist auch schon geschrieben, nur noch den Herausgeber muss ich suchen. Für so etwas hatte ich vor 2018 überhaupt keine Zeit. Es haben sich ganz neue Perspektiven eröffnet, und die ganze Familie profitiert nun davon.


Ja, aber was hat das nun mit Ihnen zu tun? Was können Sie tun, damit Ihnen nicht das Gleiche passiert wie mir? Früher den STOPP Knopf drücken! Überlegen Sie sich, wo es Ansatzpunkte gibt, um kleine Sachen zu verändern. Den Facebook oder Twitter Account für eine bestimmte Zeit deaktivieren? Am Anfang reichen zwei Wochen. Vielleicht merkt man dann, dass es eigentlich ganz toll ist, so ganz ohne Facebook und kann die Zeit verlängern. Es gibt viele Möglichkeiten, in Digital Detox einzusteigen. Entweder man klinkt sich für eine bestimmte Zeit komplett aus - die Gefahr ist, dass man wieder in die gleichen Muster verfällt, wenn man wieder zurückkommt - oder aber man geht es langsam & nachhaltig an. Meiner Meinung nach ist die Nachhaltigkeit wichtig, also eine echte Verhaltensänderung, die wirklich hilft, dem Sog zu entkommen. Es ist ähnlich wie bei anderen Sachen: Nimmt man sich zu viel auf's Mal vor, ist das Scheitern grösser, als wenn man kleine Schritte macht und sich Teilziele gibt. Wenn etwas nicht funktioniert, kann einfach nachjustiert werden.


Sollten Sie Hilfe brauchen, hier eine Lösung für sich selbst zu finden, kontaktieren Sie mich oder buchen Sie die Dienstleistung unter "Gratis Angebote": Ich biete die erste Beratungsstunde gratis an.


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